Geschichte


1995 - Ein neuer Verein soll entstehen
Im Zuge der bevorstehenden Gemeindegebietsreform in Sachsen werden erste Diskussionen über einen Zusammenschluss der Fußballvereine Fortschritt Erdmannsdorf und Empor Augustusburg geführt. Bereits im Januar legen die Fußballer erste konkrete Vorstellungen zur Gründung eines neuen gemeinsamen Fußballvereins vor. Im Mai 1995 erfolgt in den Sportgemeinschaften die Abstimmung zum gemeinsamen Spielbetrieb der Männer. Es werden Festlegungen zu Spielplan und Spielort getroffen. In der ersten gemeinsamen Versammlung vom 24.10.95 wird die Vereinsgründung des Fußballvereins Eintracht beschlossen.

1996 - Das Gründungsjahr
Angesichts der personellen und wirtschaftlichen Lage reift die Entscheidung endgültig, aus den Fortschritt Erdmannsdorf und des Empor Augustusburg den Fußballverein Eintracht Erdmannsdorf-Augustusburg zu gründen. Zum ersten Vorsitzenden und Präsident wurde der Geschäftsführer Gerd Rehwagen gewählt. Der neue Verein zählt 112 Mitglieder. Die Eintracht wählt die Vereinsfarben schwarz, rot, weiß. Es werden die I. und II. Männermannschaft, eine Damenmannschaft, Alte Herren, sowie Jugendmannschaften der B-, C-, D-, E- und F-Junioren gebildet.

2002 - Das bisher schicksalsreichste Jahr
Das Jahr 2002 wird zum bisher ereignisreichsten für die Eintracht. Im zweiten Quartal wird nach der Würdigung seiner geleisteten Arbeit Gerd Rehwagen als Vorsitzender der Eintracht verabschiedet. Der Verein wählt mit Firmenvertreter Klaus-Peter Drechsel einen neuen Präsidenten, der mit seiner neuen Vorstandsriege zu allererst gegen Hochwasserfluten kämpfen muss. In der Nacht vom 12. zum 13. August kommt es zur bisher schwersten Hochwasserflut in weiten Teilen Mitteldeutschlands. Auch die Flussläufe des Erzgebirges hinterlassen eine Schneise der Verwüstung. Der Sportplatz der Eintracht liegt neben dem Fluss Zschopau. Die überflutet den Sportplatz samt Vereins- und Gaststättengebäude, Nebenanlagen, Garagen und Lager. Durch das Hochwasser wird der Kampfplatz der Eintracht total zerstört. Fachleute bilanzieren den Schaden auf über 400.000 Euro. Bälle, Trikots, Sportgeräte und andere Materialien werden ein Opfer der Flut. Nichts ist mehr zu gebrauchen. Auch das Sportlerheim wird total verwüstet und kann wie die Sportanlagen nicht mehr benutzt werden. Die Eintracht muss den angestammten Spielplatz verlassen und ein Ausweichdomizil suchen. In einem beispielhaften Arbeitseinsatz unter Leitung des Präsidenten wurde von über 50 Sportlern aus allen Sportvereinen der Stadt bei einer großen Aufräumaktion wenige Stunden nach dem Hochwasser fleißig Hand angelegt. Der Dank gilt allen Sportfreunden und Helfern, die selbstlos zugepackt haben, um die Schäden auf dem Auensportplatz zu beseitigen. Die Eintracht dankt auch all jenen Sponsoren, die technisches Gerät und Material bereitstellten. Bereits während der Fluttage beginnt eine ungeahnte Welle der Hilfe zu greifen. Auch im Augustusburger Land treffen Hilfsgüter und finanzielle Zuwendungen aus der gesamten Bundesrepublik ein.

2004 - Das Jahr der Platzweihe
Knapp zwei Jahre nach der Flut schöpfen die Eintracht-Mitglieder wieder Hoffnung: Ein funkelnagelneuer Sportplatz kann Dank der herausragenden Hochwasserhilfe von Staat und Privatpersonen aber auch der Unterstützung von Unternehmen, Banken, Sportvereinen und Institutionen fertig gestellt werden. Unzählige Stunden ehrenamtlicher Aufbauarbeiten zeichnen die Fußballer unter der Regie ihres Vorsitzenden aus. Am 1. Mai findet das historische Ereignis für die Stadt Augustusburg und ihre Ortsteile statt: Der neue Rasenplatz wird im Beisein vieler Schaulustiger eingeweiht. Der gesamte Platz wurde neu aufgebaut, so mit neuem Kanalisations- und Bewässerungssystem ausgerüstet, Rollrasen verlegt. Erstmals wurde eine Flutlichtanlage installiert und eine Tartanbahn gegossen. Umfangreiche Investitionen wurden für die Sanierung des Sportlerheims getätigt, auch neue Nebenanlagen und Gebäude sowie Lager wurden gebaut. Die Eintracht verfügt nunmehr über einen der modernsten Sportplätze im Landkreis Freiberg.

2006 - Sportliche Höhen und Tiefen
Nach 10 Jahren in der 2. Kreisliga des Kreises Freiberg war es endlich soweit. Spielte man 2003 noch gegen den Abstieg, gelang es dem Team um Trainer Uwe Ebert in der Saison 2005/06 in das Oberhaus des Kreises einzuziehen. Dass in der ersten Kreisliga ein anderer Wind wehte, merkte man in der kommenden Saison sofort. Nach drei Spielzeiten in der 1. Kreisliga war es auch schon wieder vorbei. Viele Verletzte, Personalsorgen und interne Probleme sorgten schließlich dafür, dass das Niveau der Liga nich mehr zu halten und der Abstieg nicht mehr zu vermeiden war.

2009 - Die Eintracht erwacht
Acht Wochen vor Beginn der Saison 2009/10 zeigt sich ein betrübliches Bild: lediglich drei Spieler wollen dem Verein die Treue halten. Durch Misserfolg und fehlenden Zusammenhalt, droht der junge Verein auseinanderzubrechen. Doch das Blatt wendet sich binnen weniger Tage - Ein junges Team engagierter Leute setzt sich zusammen, um zu retten, was eigentlich nicht mehr zu retten war. Der Kern der "alten" Mannschaft beißt die Zähne zusammen und entschließt sich für die "neue" Eintracht. In kürzester Zeit werden neue Spieler geworben, Trainer verpflichtet und Sponsoren gewonnen. Die Ereignisse überschlagen sich - in den 2 Monaten vor Saisonstart bewegte sich mehr als in den gesamten Jahren zuvor.